
Fortbildung
Tiertraining wirklich verstehen
Wer Lerntheorie wirklich verstehen will, übt sie am besten nicht nur am Hund. An diesem Wochenende arbeitet Ihr mit ganz unterschiedlichen Tierarten – und merkt dabei schnell, wie präzise Timing und Kriterien sein müssen, damit Training funktioniert.
Auf einen Blick
- Dauer
- 480 Minuten
- Umfang
- 2 Tage
- Gruppe
- Max. 8 Teams
- Ort
- Im Hundezentrum
- Termin
- Feste Kurstermine
- Trainerin
- Michelle Kleber
- Storno
- Bis 48 Stunden vor Kursbeginn kostenfrei
- Enthalten
- Snacks und Getränke, Teilnahmebestätigung
Darum geht's
Verhalten von Säugetieren und anderen Tieren ist weder zufällig noch unvorhersehbar. Jedes Verhalten entsteht aus bestimmten Ursachen, erfüllt eine Funktion und folgt den Gesetzmäßigkeiten der Lerntheorie. Wer Verhalten verstehen, beeinflussen und gezielt verändern möchte, kommt deshalb an den Grundlagen von klassischer und operanter Konditionierung nicht vorbei.
Doch Theorie allein macht noch keinen guten Trainer.
Viele Hundetrainer, Trainer in Ausbildung und engagierte Hundehalter verfügen bereits über theoretisches Wissen zur Lerntheorie. Die eigentliche Herausforderung beginnt jedoch dort, wo dieses Wissen im praktischen Alltag angewendet werden muss: Wie erkenne ich den richtigen Belohnungspunkt? Wie präzise ist mein Timing wirklich? Wann setze ich Marker sinnvoll ein? Und wie kann ich Training so gestalten, dass Lernen möglichst effektiv und nachhaltig stattfindet?
Genau diesen Fragen widmen wir uns an diesem intensiven Praxiswochenende. Gemeinsam vertiefen wir die Grundlagen der Lerntheorie und übertragen sie direkt in die praktische Arbeit mit unterschiedlichsten Tierarten. Denn gutes Training basiert nicht auf starren Methoden, sondern auf dem Verständnis universeller Lernprinzipien.
Theorie
- Grundlagen der Lerntheorie
- Klassische Konditionierung
- Operante Konditionierung
- Verstärker und Belohnungssysteme
- Markertraining
- Timing und Belohnungspunkte
- Trainingsplanung und Fehleranalyse
- Übertragung der Lerntheorie auf das Hundetraining
Praxis
- Training verschiedener Tierarten
- Arbeit mit Polarfüchsen
- Arbeit mit Mäusen
- Arbeit mit Erdmännchen
- Arbeit mit Hühnern
- Arbeit mit Schweinen
- Arbeit mit Hunden
- Analyse von Trainingsabläufen
- Verbesserung von Timing und Markersignalen
- Entwicklung individueller Trainingsstrategien
Die Arbeit mit unterschiedlichen Tierarten ist dabei weit mehr als eine spannende Erfahrung. Sie schult unsere Beobachtungsgabe, unser Timing und unsere Fähigkeit, Lernverhalten objektiv zu analysieren. Jedes Tier stellt uns vor neue Herausforderungen und zwingt uns dazu, die Grundlagen der Lerntheorie sauber und präzise anzuwenden.
Je mehr unterschiedliche Tierarten wir trainiert haben, desto flexibler werden wir als Trainer. Wir lernen, uns schneller auf neue Individuen einzustellen, Trainingspläne anzupassen und Verhalten unabhängig von Rasse, Art oder Vorerfahrung zu beurteilen. Diese Fähigkeiten kommen uns letztlich auch im Hundetraining zugute.
Während des gesamten Wochenendes ziehen wir immer wieder die direkte Verbindung zum Alltag mit unseren Hunden und übertragen die gewonnenen Erkenntnisse auf praktische Trainingssituationen.
Dieses Seminar richtet sich an
- Hundetrainerinnen und Hundetrainer
- Hundetrainer in Ausbildung
- Tiertrainer anderer Fachrichtungen
- Ambitionierte Hundehalter mit Interesse an professionellem Training
Gut zu wissen
Verpflegung
Wie immer sind Snacks sowie kalte und warme Getränke während des gesamten Seminartages im Preis enthalten. Zusätzlich besteht vor Ort die Möglichkeit, ein warmes Mittagessen zu bestellen.